Kategorie-Archiv: Allgemein

Textile Art Intensiv – Juni


Die Juni-Arbeit ist fertig und Dank Brittas Tipps und Geleitschutz habe ich wieder ein Stück zu mir selbst gefunden. Langsam erahne ich das Licht in der Ferne, was ich so lange suche; 9 Monate liegen noch vor den anderen Kursteilnehmern und mir.

alte Mehlsäcke

 

aus zwei 70-Jahre alten ersteigerten Leinen-Mehlsäcken wurden zwei Kissen für die Küchenbank genäht.
An dem einen Mehlsack von 1947 haben zwei Nähmaschinennadeln die weiße Fahne gehisst,
weil das Leinen ziemlich dick verwebt ist.

„abschalten“ am See


Einblicke an meinen Lieblingsplatz am Seeburger See. Am schönsten ist es dort, wenn Zwielicht herrscht. Diese Stille, kein Mensch quasselt, keine Telefone klingeln, keine Autos, nur die Natur mit ihren Stimmen … ich glaube, das sind nahezu himmlische Verhältnisse.

seufz

 

 

 

 

Du meine Güte, war das anstrengend  meine Menschen zum Spielen zu bewegen! Sooo warm ist es ja auch wieder nicht, diese läppischen 30° ….. – sind die verweichlicht!
Na ja, wenigstens gab es im Anschluss etwas zu beißen.

 

Druck-Experiment

Heute einmal das Ergebnis eines Druck-Experiments in zwei Schritten vom Wochenende; evtl. war ich doch zu mutig ….
Aber es wird ja in einzelne Teile geschnitten 😕

TAI – April / Mai

Die Mai-Aufgabe ist bis auf das Quilten später auf dem Untergrund fertig. Die Pfingstrosen faszinieren mich in jedem Jahr aufs Neue, ebenso wie das vielfältige Grün in der erwachenden Natur. Ein Stück Birkenrinde wurde sehr heiß gedämpft und dann gepresst; sie fand ihren Platz auf dem ehemals weißen Stück Stoff.


Hier meine April-Arbeit ….

Zitat

Jeder kann wütend werden, das ist einfach.  Aber wütend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer.

(Aristoteles – griechischer Philosoph und Naturforscher)

European Art Quilt VI in Einbeck

Dank von Frau Dr. Elke Heege, der Leiterin des Einbecker Museums, etabliert sich die Quilt- und Textilkunst auch bei uns in Südniedersachsen. Immer wieder wird im Städtischen Museum Textilkunst in den verschiedenen Kunstrichtungen gezeigt und nun ist es ihr auch geglückt, die European Art Quilt VI in das kleine Städtchen zu holen; eine Bereicherung für die ganze Region.

45 Kunstwerke, welche von fünf Juroren aus 170 Einreichungen ausgewählt wurden, werden in dem alten Museum wunderbar präsentiert und es war ein Genuss, die Umsetzung der Ideen in Textil zu begutachten.  Auffallend, dass viele Künstlerinnen den Druck auf Organza favorisierten und in jeder erdenklichen Art und Weise in ihr Werk „einbauten“.

Dennoch erstaunte mich, dass zwei, drei Arbeiten schlecht gequiltet waren und wellig an der Wand hingen. Eine Arbeit war mit der Maschine regelrecht tot gequiltet; das Besondere, was die Textilkunst dem gemalten Bild weit im Voraus hat, ist die Lebendigkeit durch das Quilten. Diese an der Wand wabbernden Quilts gehören für mich nicht in eine Ausstellung und es wundert mich, dass die Juroren diese gravierenden, sichtbaren Makel durchgehen ließen. Allerdings kann es natürlich sein, dass die Juroren am PC die Quilts bewertet haben. Wie ein Quilt hängt, sieht man nur, wenn man ihn im Original vor Augen hat.

Hier muss ich sagen, dass Frau Dr. Heege als Verantwortliche der Ausstellungen der Patchwork Gilde die Arbeiten immer vor Ort hat, damit die Juroren auch die handwerkliche Ausführung in Augenschein nehmen können. Nur so können wir einwandfreie Arbeiten, die nicht nur von ihrem Thema, den Farben und Design her bestechen, sondern auch in der handwerklichen Ausführung, als Kunstwerke genießen.

Es freute mich natürlich, dass einige bekannte deutsche Textilkünstlerinnen in der EAQ VI vertreten zu sehen. Mir persönlich haben die Arbeiten von Jutta Briehn, Ineke Berlyn und Jette Clover besonders gut gefallen.

zum Shoppen nach Göttingen

Nach ewiger Zeit war ich heute mit meiner ältesten Tochter Mirja ins Städtchen zum Shoppen gefahren. Es ist ja nun nicht so, dass Göttingen total weit von unserem Wohnort entfernt liegt und wir es einfach nicht schaffen, die frauliche Seele mal baumeln zu lassen um durch die Geschäfte zu ziehen. Nein, wir fahren 5x in der Woche 10km nach Göttingen zu unserem Arbeitsplatz. Wer denkt da abends dran, wie schön gemütlich Göttingen ist!? Nein, Stalldrang ist angesagt; nur schnell nach Hause.

Nun gut, wir haben wir nun es endlich geschafft und setzten uns gleich für einen Milchkaffee vor DEM Zuckerbäcker ever: Cron & Lanz, der seine berühmten Pralinen und Baumkuchen sogar zu Kunden nach Amerika schickt. Ich musste das Schaufenster fotografieren; man kann sogar den Tresen im Laden erkennen, der beinahe anmutet, sich unter den wundvollen Torten zu verbiegen.

Pssst …. Eine Handtasche von GGL musste natürlich auch in meinen Besitz übergehen sowie ein Nagel-Sektglas ART-Edition nach Klimt Kuss II. *Räusper* meine Beute musste ich daheim erst einmal vor den neugieren Blicken verstecken ……

 

Buchempfehlung Stempel, Walzen & Schablonen

Stempel, Walzen & Schablonen

Traci Bunkers

Haupt-Verlag

ISBN 978-3-258-60027-7

Endlich gibt es ein Praxisbuch rund um das Thema Drucken und Stempeln!
Traci Bunkers erklärt die Eigenschaften verschiedener Farbmaterialien, gibt Tipps zur Materialbeschaffung und Herstellung eigener, preiswerter Druck- bzw. Stempelblöcke incl. deren Reinigung nach Gebrauch zur späteren Wiederverwendung.
Schritt für Schritt mit leicht verständlichen Beiträgen und vielen anschaulichen Fotos gibt Traci dem Leser Tipps und Tricks der beinahe unerschöpflichen Quelle ihrer eigenen Druck- und Stempelerfahrungen weiter. Allein schon die Erstellung von Druckstöcken oder Farbwalzen aus den einfachsten, in jedem Haushalt befindlichen Materialien, welche dann außergewöhnliche Drucke ergeben, sprechen für den Kauf. Am Ende des Buches lädt Traci in einer Galerie mit einem Teil ihrer Kunstwerke den Leser zu einer Inspirationsreise eigener Ideen ein.
Dieses Buch hat in seiner ausführlichen, praktischen Ausführung überzeugt und ist für mich ein Standardwerk eines jeden Papier(Scrapbook)- und Textilgestalters.

Dieses Buch verführt zum sofortigen Umsetzen des Gelesenen. Sehr empfehlenswert, gerade für diejenigen, welche in einem kreativen Loch stecken.

nachgedacht: Mörder und Richter?

Ein Mann tötet einen anderen,

und die Menschen bezeichnen ihn als Mörder,

doch wenn es der Emir ist, der ihn daraufhin töten lässt,

nennt man ihn einen gerechten Richter. Khalil Gibran

Jetzt mal ehrlich, die meisten Menschen meinen doch, dass das was Khalil Gibran hier aussagt, seine Richtigkeit hat; hier wird der Gerechtigkeit genüge getan – oder?

Aber der Emir veranlasst einen seiner Leute, welche für ihn arbeiten, einen Menschen zu töten; vielleicht macht er es ja    doch selber, was ich nicht glaube. Hohe Herren haben ihre Handlanger; war schon immer so. Wird der Emir hier nicht       doppelt schuldig? Ist der Emir ein gerechter Richter oder aber vielleicht ein Mann, der einen Mord anordnet oder ist es eine Tötung? Und was ist mit dem Mann, der die Tötung ausführen soll. Ist er ein Handlanger eines Gerechten oder eines Mörders? Macht er sich nicht auch schuldig, einen Menschen zu töten/morden? Was ist Mord – was ist Tötung? Wer gibt/gab dem Emir das Recht zu töten – oder zu morden?

Warten im Bücherregal

 

Während eines Telefonats mit meiner Freundin Luitgard suchte ich nach einem Buch, um ihr den genauen Titel mit der ISBN-Nummer zu geben. Vorab musste ich erst einmal zwei Stapel noch ungelesene Bücher an die Seite räumen, um an das gesuchte Buch heranzukommen. Anschließend stand ich etwas ratlos vor meinen überquellenden Regalen, fischte mir die Bücher heraus, die als Nächstes ihren „Neu“-Status verlieren sollen und fragte mich, welches Buch nehme ich als erstes…..

Mit dem lesenswerten Buch von Christian Seidel, welches gerade aktuell auf meinem Tisch liegt, komme ich nur langsam voran; hier lohnt es sich, nach jedem Kapitel inne zuhalten und den Inhalt noch einmal Revue passieren zu lassen. Ein ungemein tiefgründiges Lehr Buch über die verlorenden gehenden Werte unseres Lebens.

Seppelchen

keine liebevollen Bisse mehr zur Begrüßung in meine Zehen,

kein geflissentliches ´Überhören´ mehr von Frauchens Rufen,

kein Trösten mehr, wenn die Sorgen des Alltags mich überrollen,

kein Zähnefletschen oder beschützendes Knurren mehr, wenn Fremde in meine Nähe kommen,

kein gemeinsames Kuscheln auf dem großen Sofa an meinen Kniekehlen,

kein Achtgeben mehr, dass wir nicht aus Versehen auf einen kleinen Dackel treten, der uns 14 Jahre lang treu und mit der berühmten Dackelliebe auf Schritt und Tritt begleitete….

 

Mein Hund, in deine treuen Augen
hab‘ manche Frage ich versenkt,
für die nicht Menschenblicke taugen,
wo man ein Tier braucht, das nicht denkt,
die Ohnmacht auch in ihm zu sehen,
mit der wir selbst durchs Leben gehen.

Du hast mir nie ein Leid bereitet:
Das kann kein Mensch, der liebste nicht!
Nun liegt dein Leib vom Tod gebreitet,
verlöscht dein tröstend Augenlicht …
Was will mir denn wie Glück noch scheinen?
mein Hund, mein Freund: ich kann noch weinen!

Auszug aus dem Gedicht Nur ein Hund von Richard Dehmel (1863-1920)