Archiv für den Monat: Dezember 2011

Buchempfehlung: Art Quilts Vol. 2

Dieser Bildband / Katalog folgt dem sehr beliebten „Masters: Art Quilts“, der meistverkaufte Titel in der“Masters“-Serie. Es verfügt über jeweils über 12 Arbeiten von 40 international bekannten TextilkünstlerInnen, welche aus den USA, Australien, Frankreich, England und Russland kommen.
Der Katalog umfasst die führenden Trends in der textilen Kunstszene sowie deren Techniken, Materialien, Stile und Themen wie Porträts, Natur, Abstraktion, Realismus und politische Kommentare.
Dieser Bildband / Katalog wurde von Martha Sielmann, eine erbitterte Verfechterin für die textile Kunst, Geschäftsführerin der Studio Art Quilt Associates zusammengestellt.. Frau Sielmann schrieb eine Einführung zu jedem Kapitel (KünstlerIn) und kommentierte die Werke der Künstler und deren Inspirationen.

Dieser  Bildband / Katalog ist sehr zu empfehlen. Für Jeden, der sich für diese Kunstform interessiert,ist es ein unbedingtes „MUST HAVE“!

Buchempfehlung: 500 Art Quilts

Großes Lob von den Medien für diesen Bildband / Katalog „500 Art Quilts“ von Ray Hemachandra und Karey Bresenhan: „Diese Sammlung von beeindruckenden zeitgenössischen Art Quilts ist sowohl visuell als auch konzeptuell spannend. JurorKarey Bresenhan, der Präsident des Quilts, Inc. und Direktor des Internationalen Quilt-Festivals bietet eine gut durchdachte Einführung, die die Geschichte des Art Quilts wiederspiegelt. Die Werks selbst repräsentieren die Vielfalt des Mediums und die Vielzahl von Ansätzen, die mit diesem Werkstoff ergriffen werden können. Viele Quilts zeigen die schönsten Beispiele von Oberflächen-Design, während andere Arbeiten hervorragende Hand-und Maschinenarbeiten zeigen. Einer der bewegensten Aspekte der gezeigten Arbeiten ist die Vielfalt von Themen: Porträts, Landschaften, Stadtansichten, Abstrakte und vieles mehr wecken eine Vielzahl von Gefühlen und sind ein Beleg für die unbegrenzten Möglichkeiten der textilen Gestaltung.

Ich kann den Katalog bzw. Bildband sehr empfehlen.

und jedes Jahr wieder: die Weihnachtsgans

In einem Vorort von Wien lebten in der hungrigen Zeit nach dem Krieg zwei nette alte Damen. Damals war es noch schwer, sich für Weihnachten einen wirklichen Festbraten zu verschaffen. Und nun hatte die eine der Damen die Möglichkeit, auf dem Land – gegen allerlei Textilien – eine wohl noch magere, aber
springlebendige Gans einzuhandeln. In einem Korb verpackt, brachte Fräulein Agathe das Tier nach Hause. Und sofort begannen Agathe und ihre Schwester Emma das Tier zu füttern und zu pflegen.
Und so kam der Morgen des 23. Dezember heran. Es war ein strahlender Wintertag. Die ahnungslose Gans stolzierte vergnügt von der Küche aus ihrem Körbchen in das Schlafzimmer der beiden Schwestern und begrüBte sie zärtlich schnatternd. Die beiden Damen vermieden es, sich anzusehen. Nicht, weil sie beide aufeinander waren, sondern nur, weil eben keine von ihnen die Gans schlachten wollte. »Du musst es tun«, sagte Agathe, sprach’s, stieg aus dem Bett, zog sich rasend rasch an, nahm die Einkaufstasche, überhörte den stürmischen Protest und verließ in geradezu hässlicher Eile die Wohnung.
Als Agathe nach geraumer Zeit wiederkehrte, lag die Gans auf dem Küchentisch, ihr langer Hals hing wehmütig penndelnd herunter. Blut war keines zu sehen, aber dafür alsbald zwei liebe alte Damen, die sich heulend umschlungen hielten.
»Wie … wie … «, schluchzte Agathe, »hast du es gemacht?« »Mit … mit… Veronal«, wimmerte Emma. »Ich habe ihr einige deiner Schlaftabletten auf einmal gegeben, jetzt ist sie «, schluchzend, »huh … rupfen musst du sie ‚“ huh huh huh ……«, so ging das Weinen und Schluchzen fort.
Endlich raffte sich Agathe auf und begann, den noch warmen Vogel zu rupfen. Federchen um Federchen schwebte in einen Papiersack, den die unentwegt weinende Emma hielt. Und dann beschloss man, nachdem es mittlerweile spät am Abend geworden war, das Ausnehmen der Gans auf den nächsten Tag zu verschieben. Am zeitigen Morgen wurden Agathe und Emma geweckt. Mit einem Ruck setzten sich die beiden Damen gleichzeitig im Bett auf und stierten mit aufgerissenen Augen und Mündern auf die offene Küchentür. Herein spazierte, zärtlich schnatternd wie früher, wenn auch zitternd und frierend, die gerupfte Gans. Bitte, es ist wirklich wahr und kommt noch besser. Als ich am Weihnachtsabend zu den beiden Damen kam, um ihnen noch rasch zwei kleine Päckchen zu bringen, kam mir ein vergnügt schnatterndes Tier entgegen, das ich nur wegen des Kopfes als Gans ansprechen konnte, denn das ganze Vieh steckte in einem liebevoll gestrickten Pullover, den die beiden Damen hastig für ihren Liebling gefertigt hatten. Die Pullovergans lebte noch weitere sieben Jahre und starb dann eines natürlichen Todes.
von Maria Branowitzer-Rodler

Interpretation TAI 5

Renate gibt vor: ich bewahre kleine Schätze darin auf, deren Bedeutung längst verblaßt ist
Für mich sehr schwierig, denn ich habe mich vor kurzem „entmüllt“, weil ich zuviel in den Ecken liegen hatte; zu viele Schätze. Ich habe sie sehr gerne an meine Töchter weitergegeben weil ich weiß, dass ich jederzeit diese bei ihnen betrachten kann.
Erinnerungen sind meine Schätze und mein Schatzkästchen . Es gibt unendlich viele Erinnerungen, aber eine ist mir sehr wichtig geworden: 5:00 Uhr morgens auf den Dünen von Sylt, die Morgensonne mit ihren gelb-organgen Strahlen im Rücken, die sich auf den leicht wiegenden Wellen widerspiegeln. Wattläufer rennen um die Wette bei ihrer Suche nach dem besten Wurm. Leise hört man die sanften Wellen – sonst Stille; Frieden, große Zufriedenheit – Glück!
Solche Augenblicke wünsche ich euch!