Textiler Medien-Sonntag #9 – dein Mund von H. J. Schmitz

TMS dein Mund 2014-02 k

Zugegeben, ich bin ein kleiner  Lyrikbanause. Meine Freundin Luitgard hat mich mal wieder aufs Ärgste gefordert und kam als Aufgabe mit einem Gedicht, welches mir erst einmal tagelang Kopfschmerzen bereitete. Was wollte der gute Dichter Hermann Josef Schmitz mit diesem kleinen Gedicht  ausdrücken?

dein mund
war ein entkommener vogel
seine traurigen worte
wuchsen scheu
aufs papier
hinter dem wachsblauen himmel
verschwanden die kreuzungen
im geglätteten licht
standen die schilder
auf STOP

das Gedicht stimmt mich traurig. Ich stelle mir vor, dass das Gegenüber von dem Mund  schon erwartet, dass etwas Entscheidendes passiert, etwas, was ihn persönlich treffen wird – etwas, was sein tägliches Tun stoppt. Schmerz, Wahrheit, Wandel….

Ein Gedanke zu „Textiler Medien-Sonntag #9 – dein Mund von H. J. Schmitz

  1. Luitgard

    Hermann Josef Schmitz ist mein Lieblingsdichter!

    Und ich finde, Du hast sein Gedicht wunderbar umgesetzt.

    Die Aussage dieses Gedichtes oder überhaupt eines Gedichtes – liegt für mich – wie in der Kunst – in den Augen des Betrachters!

    Liebe Grüße Luitgard

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