Interpretation TAI 5

Renate gibt vor: ich bewahre kleine Schätze darin auf, deren Bedeutung längst verblaßt ist
Für mich sehr schwierig, denn ich habe mich vor kurzem „entmüllt“, weil ich zuviel in den Ecken liegen hatte; zu viele Schätze. Ich habe sie sehr gerne an meine Töchter weitergegeben weil ich weiß, dass ich jederzeit diese bei ihnen betrachten kann.
Erinnerungen sind meine Schätze und mein Schatzkästchen . Es gibt unendlich viele Erinnerungen, aber eine ist mir sehr wichtig geworden: 5:00 Uhr morgens auf den Dünen von Sylt, die Morgensonne mit ihren gelb-organgen Strahlen im Rücken, die sich auf den leicht wiegenden Wellen widerspiegeln. Wattläufer rennen um die Wette bei ihrer Suche nach dem besten Wurm. Leise hört man die sanften Wellen – sonst Stille; Frieden, große Zufriedenheit – Glück!
Solche Augenblicke wünsche ich euch!

Interpretationen TAI 4

Sieglinde meint: „ein ewiges Rätsel ist das Leben und ein Geheimnis ist der Tod“
Für mich ist der Tod kein Geheimnis, sondern immer ein Neubeginn; immer höher steigt die Spirale …. Das Leben ist für mich wie der Phönix, der stirbt, verbrennt und ….
Aber das ist meine Meinung.

 

Interpretationen TAI 3

Angelika sagt: Kreativität ist, eine ausgebaute Straße zu verlassen, um neue Wege zu suchen (Zitat von Willy Meurer).
Stimmt! Vom traditionellen Patchwork, über zeitgenössische Quilts, Crazy-Quilts mit den aufwändigsten Stickereien bin ich bei der freien textilen Gestaltung gelandet.

Interpretationen TAI 1

ein TAI-Teilnehmer sagt: 10 Farben, 10 Menschen
meine Interpretation: 10 Menschen: zehn Meinungen, 10 persönliche Stile, 10 Geschmäcker, 10 politische Ansichten usw. …
Man merkt: ich arbeite zur Zeit mit Schriften, drucke überwiegend und weise mit meinen Arbeiten gerne auf die Miseren im täglichen Leben hin.

TAI Intensiv September und Oktober

Oktober: Farben wie im Indian Summer. In diesem Jahr auch hier in Deutschland.
Ich liebe den Altweibersommer; wenn sich die Natur noch einmal richtig Mühe gibt. Dieses Farbenspiel konnte ich mit den Resten gefärbter Stoffe und Druckversuchen vergangener Monate wunderbar nachempfinden und es hat unendlich viel Spaß gemacht.

September: Die Äcker sind abgeerntet, es wurde neue Saat eingebracht oder die Felder liegen brach. An den Wegesrändern das leuchtende Rot der Hagebutten …

erst in der August-Aufgabe wurde bekannt, dass die Arbeiten Juli, August und September eine Einheit ergeben sollen; quasi eine kleine Serie. Mit dem September-Block hatte ich große Mühe (auch keine Lust zu diesem Thema) und er gefällt mir überhaupt nicht.

Gerade habe ich ein Zitat von Berthold Brecht gelesen, welches mich nachdenklich machte:

„Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.“ 
(Bertolt Brecht – Dramatiker und Lyriker, 1898-1956)

Ist es nicht so? Und nehmen wir nicht Einiges davon stillschweigend hin?

Färbereien mit Procion MX

 

für ein Art-Quiltprojekt brauche ich einen dunkelroten Stoff. Weil ich marmorierte Stoffe aus Baumwollsatin sehr liebe, musste ich wieder einmal in meine Färbeküche abtauchen. Ein richtig schönes sattes Rot hinzubekommen ist eine Herausforderung; dass wissen die Textilschaffenden, für welche die selbstgefärbten Stoffe per Hand ebenso eine Herausforderung sind wie für mich.
Über das Ergebnis freue ich mich; über meinen roten Daumen nicht … (der Handschuh hat mich im Stich gelassen) 😕

    

Und noch ein paar andere Färbeversuche. Das erwünschte Braun ist eher ein Senffarben geworden….

neues Rezept ausprobiert: Spagettisalat


Ich weiß nicht mehr, woher oder von wem ich dieses Rezept habe; es fand es vor ein paar Tagen wieder – *räusper* als Lesezeichen in einem Buch…. : schnell und einfache Zubereitung und sehr lecker.

  • 250 g Spaghetti
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 Mozzarella-Kugel
  • 8-10 Cocktail- oder Kirschtomaten
  • ca. 80 g Rucola
  • ein paar Blätter Basilikum
  • 4 EL weißer Balsamicoessig
  • Salz, Pfeffer
  • frisch gemahlener Pfeffer aus der Mühle
     (4 Personen)

Zubereitung:
Die Spaghetti in 2-3 Stücke brechen und bissfest kochen, kalt abschrecken und sofort in einer Schüssel mit dem Olivenöl verrühren.
Tomaten waschen und halbieren, den Rucola waschen und in etwas kleinere Stücke zupfen. Mozzarrella würfeln. Die Basilikumblätter, ebenfalls etwas kleiner gerupft, dazu geben und alles gut mit den Nudeln mischen. Den Essig zugeben und mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen, evtl. noch etwas Olivenöl zugeben. Fertig!

Einblick – Gingkoblatt

Zur Zeit bereite ich u. a. zwei Jahresprojekte für meine Internet-Textile Art-Gruppe (Alküns) vor. Da wir als Gruppe die fertigen Jahresarbeiten im kommenden Jahr zuerst in München präsentieren, zeige ich nur dann und wann einige Fotos meiner Vorbereitung, wie hier einen Siebdruck von dem geheimnisvollen Gingko, der, zu meiner Freude, mir gut gelungen ist. Kaum zu glauben, dass ein Gingkobaum die Atombombe in Hiroshima überlebt hat.

Erneuerung

Alte Türen, Tore, alte Türschlösser, Fenster und verwunschene Garteneingänge faszinieren mich seit Kindheitstagen. Sie könnten uns soviel erzählen… Für mich sind das Symbole zum Eintreten in neue Bereiche, Gedanken, das hinter sich lassen alter Denkmuster und Strukturen; Erneuerung…

 

 


Foto: by_Elke Sawistowski_pixelio.de

 

Wir sollten der Vergangenheit nicht nachtrauern,
sondern dem danken, der sie für uns unvergesslich gemacht hat.
Wir sollten einem verlorenen Traum nicht nachweinen,
sondern dem danken, der ihn uns hat träumen lassen.
Wir sollten die Liebe nicht zu Hass werden lassen,
sondern dem danken, der sie uns hat fühlen lassen.
Wir sollten das Buch unseres Lebens nicht achtlos verfassen,
sondern sorgfältig prüfen und bedenken, das wir selbst der Autor sind.    Judith Urmes

in diesem Sinne


Mut

Wer ab und zu diesen Blog besucht, weiß, dass ich an einem 1-jährigen Kurs „Textile Art Intensiv“ (TAI) von und mit der international bekannten Textilkünstlerin Britta Ankenbauer teilnehme (siehe Links). Es ist eine buntgemischte Gruppe von Frauen und einem Mann, welche u. a. lernen möchten, den eigenen Stil zu finden und alte Strukturen fallen zulassen. Jeden Monat stellen wir uns einer neue Herausforderung…
Die Teilnehmerin Angelika Lindner hat ihre Gedanken dieser Herausforderung in einem Gedicht zusammengefasst und spricht mir mit ihren Zeilen aus der Seele; sie hat mir erlaubt, diese Zeilen hier zu veröffentlichen:

Mut
an die Grenzen zu gehen
etwas bewusst an den Rand zu setzen
das Gleichgewicht kippen zu lassen
aus dem Mittelpunkt zu setzen
etwas voll zu füllen, zu überfrachten,
weil ich Lust dazu habe
über meine Grenzen zu gehen
nicht über die anderer

aber auch
Mut
etwas in den Mittelpunkt zu setzen
zu betonen
herauszustellen
in der Kunst
im Leben
mich

Mut
nicht zu gefallen
nicht verstanden zu werden
belächelt zu werden

Ja, es geht mir gut 
Text von Angelika Lindner, August 2011

In diesem Sinne

 

 

und etwas anderes: ein weiterer Gewittertag kündigt sich an …..